Das Politiker-Web 2.0 - HowTo
Was Obama can, can we schon läng, dachten sich unsere Politiker - und da trifft es sich natürlich gut, dass passend zur aufkeimenden Lust an der "Internet-Community" auch noch Wahlkampf stattfindet.
Bevor die Politik das Internet nach dem Wahlkampf endgültig "stoppt", wird im Vorfeld jedes einzelne Bit zu wahlkämpferischen Zwecken eingesetzt. Der moderne Politiker von Welt twittert, bloggt, facebookt, VZet und netzwerkelt sich durch das ganze Web 2.0.
Aber dennoch: "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!", hört man sie schreien. Klar, wer das Internet nutzt, kennt sich zwangsläufig damit aus und ist dementsprechend besorgt um sein Baby. Es bedarf definitiv einiges an technischem Know-How um zu wissen, wie man beispielsweise ein Bild in die "Community" lädt. Falls in diesem Moment etwas weniger technisch versierte Menschen anwesend sind, hier noch mal zum mitschreiben:
Schritt 1: Drucken Sie das Bild aus
Mal angenommen Sie haben Ihr Bild auf Ihrer Festplatte gespeichert, haben Sie somit die Möglichkeit Ihr Bild auszudrucken. Falls das bereits Ihre informationstechnischen Kompetenzen übersteigt, ruhig Blut und fragen Sie den Praktikanten oder rufen Sie bei Windows an.
Schritt 2: Scannen Sie das Bild wieder ein
Nachdem Sie das ausgedruckte Bild bearbeitet haben, beispielsweise diese lästigen roten Augen entfernt, können Sie das Bild jetzt wieder in den Computer "uploaden". Geräte, welche dieses bewerkstelligen, nennen sich Scanner und sind ungefähr das gleiche wie Kopierer - nur in bunt.
Schritt 3: Ab mit dem Bild in die Community
Öffnen Sie das Internet, wählen Sie Ihr Bild aus und klicken Sie auf "Speichern unter". Vergewissern Sie sich im Vorfeld bitte, dass Ihr Bild keine urheberrechtlichen Probleme verursacht, weil das Internet im Normalfall kein rechtsfreier Raum ist.
Coole Politiker twittern. Twitter wird oft als Kommunikationsplattform bezeichnet und eignet sich hervorragend für den Wahlkampf nah am Wähler. Hier nochmal ein paar hilfreiche Tipps für den "zwitschernden Politiker":
Begrüßen Sie Ihre Verfolger
Jeder Verfolger freut sich über etwas Persönliches. Am besten schreiben Sie morgens so etwas wie:
Guten Morgen, Twitterfreunde. Erst mal n Kaffee, lol
Das kommt an und selbst Zweifler erkennen, dass Sie menschliches Verhalten an den Tag legen.
Abends, wenn Sie hundemüde nach einem langen Tag voller Sitzungen und Debatten sind, macht es sich immer gut beispielsweise folgendes zu twittern:
Puh, erst mal ne Mütze Schlaf *gähn*. Träumt schön, Twitterianer
Folgen und Verfolgen
Sehen Sie zu, dass Sie viele Verfolger bei Twitter gewinnen. Das sind potentielle Wählerstimmen. Aber ganz, ganz wichtig: FOLGEN SIE NICHT ZURÜCK! Als Politiker macht es sich immer gut, wenn einem das Volk folgt (der Name impliziert das ja auch) und man diesem nicht "hinterher laufen" muss.
Jetzt können Sie gut gerüstet einen modernen Wahlkampf führen. Falls es Ihnen bei dem technischen Schnick-Schnack etwas unbehaglich wird und Sie am liebsten laut "WTF!" schreien möchten, denken Sie sich einfach: "Nach der Wahl wird das Ganze hier eh zensiert, muahaha, rofl!".
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Raus mit der Sprache