Existenzielles rund um's Internet
Mann, Mann, Mann! Was waren das für anstrengende Monate! Auszug, einmonatige Zwischenmiete, halber Einzug, erneuter Auszug und schlussendlich kompletter Einzug ins neue traute Heim in einer südbadischen Kleingroßstadt.
Im panischen Wohnungswahn, der erst durch den Panik suggerierenden Wohnungsmarkt in Freiburg erreicht wird, ging mir das ein oder andere Detail durch die Lappen. So ist beispielsweise die durchaus ruhige Wohngegend gar nicht mehr in Freiburg eingegliedert, sondern gesellt sich als abtrünniger Zipfel zur vier Kilometer entfernten Nachbargemeinde. Herzlich Willkommen auf dem Freiburger Land!
Und wie es sich für ein kleines unbedeutendes Stück Wohngegend, das im Schatten seiner urbanen Urväter liegt, geziehmt, gibt's hier laut Telekom auch kein DSL, lol col.
Da ich ja ein einfallsreiches Individuum bin, habe ich mich selbstverständlich nach Alternativen umgeschaut und wurde bei Base (das ist kein Affiliate-Link, ok?) fündig, die mir für 25 Euro/Monat eine UMTS-Flat angeboten haben. Laut der UMTS-Abdeckungsübersicht tümmelt sich das wählerische UMTS aber nur zwei Häuser weiter und schickt mir stellvertretender Weise seinen trägen Kumpel GPRS. Wisst ihr noch, damals? Früher, als das Web noch schwarzweiß war, waren die Geschwinigkeiten noch langsam und die Inhalte dafür optimiert, aber in den heutigen Zeiten Seiten ist die GPRS-Geschwindikeit soviel wert wie Finanzkrisen für Hartz IV-Empfäner.
Nachdem ich sämtliche Hoffnungen auf ein schnelles Auto für den Datenhighway aufgegeben habe, bin ich einem weiteren Anbieter, der mit "A" anfängt und mit "rcor" endet, begegnet. Jener verspricht mir nun in meiner Wohnung DSL6000! Standard, mag der ein oder andere denken; für mich aber so was wie der heilige Gral.
"Dauert zwei bis vier Wochen!", wie mir der sympathische Mitarbeiter mitteilte. Zwei bis vier Wochen, dann wird alles gut!
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Kommentare (1)
Gruß
Willi
Raus mit der Sprache